Was Ist eine Reverse-DNS-Abfrage?
Eine Reverse-DNS-Abfrage (Reverse DNS Lookup) ist der Prozess der Auflösung einer IP-Adresse zurück zu ihrem zugehörigen Hostnamen durch Abfrage von PTR-Einträgen (Pointer Records). Im Gegensatz zu einer normalen DNS-Abfrage, die Domainnamen in IP-Adressen übersetzt, funktioniert Reverse-DNS umgekehrt — es nimmt eine IP-Adresse wie 8.8.8.8 und gibt den Hostnamen dns.google zurück.
Unser kostenloses Reverse-DNS-Tool unterstützt sowohl IPv4 als auch IPv6, prüft PTR-Einträge über mehrere DNS-Server und verifiziert Forward-Confirmed Reverse DNS (FCrDNS). Nutzen Sie die IP-Abfrage für detaillierte IP-Informationen oder die DNS-Abfrage für alle Eintragstypen.

Wie Reverse-DNS Funktioniert (Schritt für Schritt)
Bei einer Reverse-DNS-Abfrage werden die Oktette der IP-Adresse umgekehrt und .in-addr.arpa für IPv4 angehängt. Zum Beispiel wird für die Abfrage von 192.168.1.1 nach 1.1.168.192.in-addr.arpa gesucht. Der DNS-Resolver folgt dann der Delegationskette durch die Reverse-DNS-Zonenhierarchie, um den autoritativen Nameserver zu finden, der den PTR-Eintrag enthält.
Für IPv6 wird jede Hex-Ziffer (Nibble) umgekehrt und mit Punkten getrennt, dann .ip6.arpa angehängt. Dieser Prozess ist komplexer als Forward-DNS, da die PTR-Einträge vom IP-Adressinhaber (ISP oder Hosting-Anbieter) verwaltet werden.

PTR-Einträge Verstehen — Das Herzstück von Reverse-DNS
Ein PTR-Eintrag (Pointer Record) ist ein DNS-Eintragstyp, der eine IP-Adresse einem Hostnamen zuordnet — das Gegenteil eines A-Eintrags. PTR-Einträge werden in der in-addr.arpa-Zone für IPv4 und ip6.arpa-Zone für IPv6 gespeichert. Zum Beispiel ist der PTR-Eintrag für 8.8.8.8 unter 8.8.8.8.in-addr.arpa gespeichert und löst zu dns.google auf.
PTR-Einträge werden vom IP-Adress-Eigentümer (ISP oder Hosting-Anbieter) verwaltet, nicht vom Domain-Inhaber. Um einen PTR-Eintrag einzurichten, kontaktieren Sie Ihren Hosting-Anbieter. Cloud-Anbieter (AWS, Google Cloud, Azure, DigitalOcean) ermöglichen die Konfiguration über ihr Control Panel.
Reverse-DNS und E-Mail-Zustellbarkeit
Reverse-DNS ist entscheidend für die E-Mail-Zustellbarkeit. Die meisten Mailserver prüfen den PTR-Eintrag der sendenden IP-Adresse als Teil der Spam-Filterung. Wenn Ihr Mailserver keine PTR-Konfiguration hat oder der PTR-Hostname nicht mit Ihrer sendenden Domain übereinstimmt, werden E-Mails wahrscheinlich abgelehnt oder als Spam markiert.
Forward-Confirmed Reverse DNS (FCrDNS) ist die Verifizierung, dass der PTR-Hostname in einer Forward-DNS-Abfrage zur ursprünglichen IP zurückauflöst. Beispiel: 8.8.8.8 → PTR → dns.google → A → 8.8.8.8. Dies gilt als Best Practice für Mailserver. Prüfen Sie Ihre E-Mail-Konfiguration mit dem SPF-Prüfer und DMARC-Prüfer.

So Prüfen Sie PTR-Einträge (3 Methoden)
Es gibt drei Methoden zur Prüfung von PTR-Einträgen.
Geben Sie eine IP-Adresse in unser Reverse-DNS-Tool ein und klicken Sie auf 'Abfrage'. Das Tool fragt PTR-Einträge ab und gibt den zugehörigen Hostnamen zurück.
Eingabeaufforderung: 'nslookup 8.8.8.8'. Zeigt den PTR-Eintrag und zugehörigen Hostnamen.
Terminal: 'dig -x 8.8.8.8'. Zeigt den vollständigen PTR-Eintrag mit TTL und autoritativem Server.
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