Was Ist eine IP-Blacklist?
Eine IP-Blacklist (auch DNSBL oder RBL genannt) ist eine Datenbank von IP-Adressen, die als Quellen von Spam, Malware oder anderen bösartigen Aktivitäten identifiziert wurden. E-Mail-Server und Firewalls fragen diese Blacklists in Echtzeit über DNS-Abfragen ab, um zu entscheiden, ob eingehende Verbindungen akzeptiert oder abgelehnt werden sollen.
Zu den wichtigsten Blacklists gehören Spamhaus (SBL, XBL, PBL — von über 80% der E-Mail-Anbieter genutzt), SpamCop, Barracuda, SURBL und UCEPROTECT. Unser IP-Blacklist-Prüfer scannt alle diese Datenbanken gleichzeitig. Für die vollständige E-Mail-Sicherheit prüfen Sie auch den SPF-Prüfer und DMARC-Prüfer.

So Funktioniert die IP-Blacklist-Prüfung
Bei einer IP-Blacklist-Prüfung wird die zu prüfende IP-Adresse gegen mehrere DNSBL-Datenbanken (DNS-based Blackhole Lists) abgefragt. Die Prüfung erfolgt über spezielle DNS-Abfragen: Die IP-Adresse wird umgekehrt und an die Domain der jeweiligen Blacklist angehängt. Liefert die Abfrage ein Ergebnis, ist die IP gelistet.
Unser Tool führt diese Abfragen gleichzeitig gegen alle unterstützten Engines durch und ergänzt die Ergebnisse mit AbuseIPDB-Daten — einer crowd-sourced Datenbank mit Missbrauchsmeldungen. Das Ergebnis ist eine umfassende Risikoeinschätzung mit Reputationswert, Risikostufe und detaillierter Engine-Aufschlüsselung.
Arten von IP-Blacklists
Es gibt verschiedene Typen von Blacklists, die unterschiedliche Bedrohungen abdecken.
Listen IPs, die Spam-E-Mails versenden. Beispiele: Spamhaus SBL, SpamCop, SURBL, Barracuda.
Identifizieren IPs, die Malware, Ransomware oder Phishing hosten. Beispiele: CBL, UCEPROTECT.
Bewerten IPs auf Basis historischer Daten und Missbrauchsmeldungen. Beispiel: AbuseIPDB.
Listen dynamische IPs, die keine E-Mails senden sollten. Beispiel: Spamhaus PBL.
IP-Blacklists und E-Mail-Zustellbarkeit
Wenn Ihre sendende IP-Adresse auf einer großen Blacklist steht, werden Ihre E-Mails von empfangenden Mailservern abgelehnt (Bounce) oder in den Spam-Ordner verschoben. Eine einzelne Spamhaus-Listung kann die Zustellung an Gmail, Outlook, Yahoo und die meisten Firmenmailsysteme blockieren.
Selbst eine teilweise Blacklist-Listung reduziert Ihre Absender-Reputation, was zu niedrigeren Posteingangsquoten führt. Regelmäßige Blacklist-Überwachung ist für E-Mail-Server unverzichtbar. Kombinieren Sie die Blacklist-Prüfung mit dem SMTP-Test zur Überprüfung der Serverkonnektivität und dem Reverse-DNS-Tool für die PTR-Eintrag-Verifizierung.

IP von Blacklists Entfernen Lassen
Das Delisting einer IP-Adresse erfordert mehrere Schritte. Zunächst identifizieren Sie mit unserem Tool, auf welchen Blacklists Ihre IP gelistet ist. Dann beheben Sie die Ursache: kompromittierte Systeme patchen, Spam-Versand stoppen oder Malware entfernen.
Anschließend besuchen Sie die Website jeder Blacklist und stellen einen Delisting-Antrag. Die meisten bieten automatisierte Self-Service-Formulare. Die Bearbeitung dauert 24-72 Stunden. Nach dem Delisting verifizieren Sie die Entfernung mit diesem Tool. Einige Blacklists (wie Spamhaus) lassen Listungen automatisch ablaufen, sobald das Problem behoben ist.

Verwandte Sicherheits- und Netzwerk-Tools
DNS Robot bietet weitere kostenlose Tools für umfassende E-Mail-Sicherheit und Netzwerkanalyse.