Spamhaus Blacklist: IP prüfen und Löschung beantragen

Kernaussage

Ob Spamhaus Ihre IP-Adresse oder Domain listet, sehen Sie auf check.spamhaus.org: Die Abfrage nennt die Liste, den Grund und die Möglichkeit zur Entfernung. Einträge in XBL, CSS und DBL lösen Sie selbst, sobald die Ursache behoben ist; ein SBL-Eintrag wird nur auf Antrag Ihres Providers oder Hosters entfernt; ein PBL-Eintrag heißt nur, dass die Adresse zu einem Privat- oder Endkundenanschluss gehört, der nicht direkt Mail versenden soll. Die Entfernung ist immer kostenlos. Prüfen Sie nicht über 8.8.8.8 oder 1.1.1.1: In unserem Test meldete Google für Spamhaus' eigene Testadresse 9 von 10 Mal "nicht gelistet", und Cloudflare bekam jedes Mal den Fehlercode 127.255.255.254.

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Spamhaus-Blacklist-Löschung: Antwortcodes von SBL, CSS, XBL, PBL und DBL, wer den Eintrag entfernt, und unser Test öffentlicher Resolver
Spamhaus-Blacklist-Löschung: Antwortcodes von SBL, CSS, XBL, PBL und DBL, wer den Eintrag entfernt, und unser Test öffentlicher Resolver
Jetzt lesen
  1. So prüfen Sie einen Spamhaus-Eintrag
  2. Die Spamhaus-Listen erklärt: SBL, CSS, XBL, PBL, DBL und ZEN
  3. Warum blockiert Spamhaus meine IP?
  4. So werden Sie bei Spamhaus delistet
  5. Das zuerst beheben, damit der Eintrag nicht zurückkommt
  6. Warum 8.8.8.8 und 1.1.1.1 Spamhaus nicht prüfen können (unser Test)
  7. Häufig gestellte Fragen

So prüfen Sie einen Spamhaus-Eintrag

Ob Spamhaus Ihre IP-Adresse oder Domain listet, sehen Sie im eigenen "IP and Domain Reputation Checker" von Spamhaus unter check.spamhaus.org. Er nennt die Liste, den Grund und die Möglichkeit zur Entfernung für diese Liste. Der Checker hat im März 2021 das alte "Blocklist Removal Center" ersetzt; eine Anleitung, die Sie noch zu einem "Removal Center" schickt, meint also diese Seite.

Spamhaus ist wichtiger als die meisten Blocklisten, weil so viele Empfänger sie nutzen. Die Standardregeln von SpamAssassin und Rspamd fragen beide die ZEN-Liste ab, die Ablehnung 550 OU-001 von Outlook.com verweist für die Entfernung auf Spamhaus, und Yahoos 553/554-Fehler können "Your IP is listed by Spamhaus" lauten. Nennt ein Bounce Spamhaus, prüfen Sie die IP-Adresse aus diesem Bounce.

Andere Blacklist-Checker verlinken entweder dorthin oder fragen die DNS-Zonen von Spamhaus selbst ab. Das funktioniert nur vom richtigen Resolver aus (siehe unseren Resolver-Test).

Die anderen 28 Blocklisten jetzt prüfen

Die Spamhaus-Listen erklärt: SBL, CSS, XBL, PBL, DBL und ZEN

Spamhaus betreibt mehrere Listen, und der Weg zur Entfernung hängt ganz davon ab, welche Liste Sie führt. Vier davon listen IP-Adressen und sind in ZEN (zen.spamhaus.org) zusammengefasst, der einen Zone, die ein Mailserver abfragen muss. Die fünfte, die DBL, listet stattdessen Domainnamen.

Aus den Blocklist-Seiten und der DNSBL-Nutzungs-FAQ von Spamhaus, geprüft am 26. Oktober 2026.
ListeWas sie listetAntwortcodeWer entfernt
SBL (Spamhaus Blocklist)Adressen im Umfeld von Spam-Betrieben, Snowshoe-Spam oder bösartigem Hosting127.0.0.2 (plus 127.0.0.9 für DROP)Ihr Provider oder Hoster, nicht Sie
CSS (Combined Spam Sources)Server, die Mail mit schlechtem Ruf senden, auch kompromittierte oder falsch konfigurierte127.0.0.3Sie, nach der Behebung; läuft etwa 3 Tage nach der letzten Erkennung ab
XBL (Exploits Blocklist)Kompromittierte Adressen: Malware, Proxy-Apps, Brute Force, Relaying mit gestohlenen Zugangsdaten127.0.0.4Sie, nach der Bereinigung des Geräts; läuft auch von selbst ab
PBL (Policy Blocklist)Privat- und andere Endkundenbereiche, die nicht direkt Mail versenden sollen127.0.0.10 (Provider), 127.0.0.11 (Spamhaus)Eine Ausnahme, nur wenn Sie dort einen Mailserver betreiben
DBL (Domain Blocklist)Domains aus Spam, Phishing, Malware oder Botnet-Steuerung127.0.1.2 bis 127.0.1.106 (eigene Zone)Sie, über den Checker

ZEN ist schlicht SBL + CSS + XBL + PBL in einer Abfrage, deshalb kann eine Abfrage mehrere Codes auf einmal liefern. Die Testadresse 127.0.0.2 von Spamhaus steht absichtlich auf drei Listen und antwortet deshalb mit 127.0.0.2, 127.0.0.4 und 127.0.0.10 zugleich. Spamhaus bittet Anwendungen, die Rückgabecodes auszuwerten ("parse"), lesen Sie also jeden Code der Antwort, nicht nur den ersten.

Warum blockiert Spamhaus meine IP?

Spamhaus veröffentlicht seine genauen Auslöser nicht, aber die Seite jeder Liste sagt, welches Verhalten eine Adresse dort landen lässt:

  • XBL: Ein Gerät hinter der Adresse ist infiziert oder wird missbraucht. Malware auf einem PC, eine "Free-VPN"-App, die Ihre Verbindung als fremden Proxy nutzt, ein Gerät, das an Brute-Force-Angriffen beteiligt ist, oder etwas, das mit gestohlenen Passwörtern Mail weiterleiten will.
  • CSS: Der Mailserver selbst sendet schlechte Mail. Unerwünschte Mail, schlechte Listenpflege, ein gehacktes Postfach oder CMS, das Spam verschickt, oder ein Server, dessen HELO-Name und Reverse-DNS nicht zusammenpassen.
  • SBL: Spamhaus hat die Adresse einem Spam- oder Missbrauchsbetrieb zugeordnet. Bei Shared Hosting oder einem günstigen VPS kann das ein früherer Mieter oder ein Nachbar sein, und Spamhaus kann Einträge auf die eigene Infrastruktur eines Providers oder größere Bereiche ausweiten, wenn der Provider Missbrauch beherbergt.
  • PBL: Die Adresse gehört zu einem Privat- oder anderen Endkundenanschluss. Ihr Provider (oder Spamhaus) hat sie als Adressraum markiert, der nicht direkt Mail ausliefern soll. Die Ablehnung 550 DY-001 von Outlook.com folgt derselben Regel: Mail direkt von dynamischen IP-Adressen nimmt Outlook.com in der Regel nicht an.
  • DBL: Eine Domain in Ihrer Mail ist gelistet. Ihre eigene Domain oder ein Link in der Nachricht tauchte in Spam oder auf gehosteten Phishing- oder Malware-Seiten auf. Auch gehackte legitime Domains werden gelistet, mit eigenen Codes (127.0.1.102 bis 127.0.1.106).

Lesen Sie den Grund aus dem Checker, bevor Sie etwas ändern: Einen infizierten Laptop zu reparieren hat mit einem Heimanschluss auf der PBL nichts gemeinsam.

So werden Sie bei Spamhaus delistet

Erst beheben, dann beantragen. Spamhaus listet eine Adresse wieder, sobald es das Problem erneut erkennt, und Selbstentfernungen sind begrenzt. Eine Entfernung vor der Behebung ist also eine vergeudete Entfernung.

  1. Die gelistete Adresse findenNehmen Sie die IP-Adresse aus dem Bounce oder dem Log Ihres Mailservers: die öffentliche Adresse, von der die Mail ausging, keine 192.168.x.x.
  2. Bei check.spamhaus.org abfragenNotieren Sie die Liste (SBL, CSS, XBL, PBL oder DBL), den Listungsgrund und eine eventuelle Referenznummer.
  3. Die Ursache behebenDas infizierte Gerät bereinigen, das Relay schließen, Reverse-DNS und HELO korrigieren oder den auslösenden Massenversand stoppen.
  4. Entfernung beantragen oder den Provider bittenNutzen Sie bei XBL-, CSS-, PBL- und DBL-Einträgen die Entfernungsoption des Checkers. Bei einem SBL-Eintrag öffnen Sie ein Ticket beim Abuse-Team Ihres Providers oder Hosters.
  5. Erneut prüfenDie Zonen von Spamhaus laden innerhalb von Minuten neu, manche Netzwerke hinken aber bis zu einen Tag hinterher. Lässt sich eine Entfernung nicht sofort bearbeiten, eröffnet der Checker ein Ticket für Sie.

SBL: Ihr Provider oder Hoster muss die Entfernung beantragen

Einen SBL-Eintrag können Sie nicht selbst entfernen. Laut der SBL-Seite von Spamhaus muss der für die Adresse zuständige Provider die Entfernung beantragen, nachdem der Missbrauch beseitigt wurde. Öffnen Sie ein Ticket beim Abuse-Team Ihres Providers, nennen Sie die SBL-Referenz aus dem Checker und schreiben Sie, was Sie behoben haben.

Solange der SBL-Eintrag besteht, bearbeitet Spamhaus für diese Adresse keine Entfernungen aus anderen Listen. Bei Shared Hosting, wenn der Eintrag nicht Sie betrifft, ist die Bitte an den Hoster um eine saubere IP-Adresse oft schneller, als darauf zu warten, dass ein Eintrag für einen ganzen Bereich aufgehoben wird.

XBL: Erst das infizierte Gerät bereinigen, dann selbst delisten

Ein XBL-Eintrag lässt sich bei check.spamhaus.org selbst entfernen und läuft außerdem einige Zeit nach dem Ende des schädlichen Datenverkehrs von allein ab. Die Liste ist stark in Bewegung: Laut Spamhaus enthält sie im Schnitt etwa 2 Millionen Einträge, mit rund 650.000 neuen Erkennungen alle 24 Stunden.

Eine Entfernung vor der Ursachensuche hält nicht: Die Adresse wird neu gelistet, sobald sich das infizierte Gerät das nächste Mal verbindet. Die XBL-Seite von Spamhaus empfiehlt:

  • Alle Geräte hinter der Adresse aktualisieren und auf jedem einen vollständigen Malware-Scan ausführen.
  • Browser-Erweiterungen und "Free-VPN"-Apps entfernen, die Sie nicht kennen.
  • Die Firmware des Routers aktualisieren, unnötigen Zugriff von außen abschalten und nur die benötigten Ports öffnen.
  • Um den Missbrauch sofort zu stoppen, am Router oder an der Firewall den ausgehenden Port 25 für alles außer Ihrem echten Mailserver sperren. Das stoppt den Spam, nicht die Infektion; netstat oder TCPView zeigt, welcher Rechner es weiter versucht.

Nicht jedes Netzwerk übernimmt Entfernungen gleich schnell. Spamhaus bittet deshalb, 24 Stunden abzuwarten, bevor Sie ein Ticket wegen einer noch nicht sichtbaren Entfernung öffnen.

CSS: Erst den Mailserver reparieren, dann Entfernung beantragen

CSS-Einträge entstehen automatisch und sind kurzlebig. Sie laufen normalerweise drei Tage nach der letzten Erkennung ab, in manchen Fällen chronischen Missbrauchs später. Sie können die Entfernung im Checker beantragen, sobald die Ursache behoben ist, aber Selbstentfernungen sind begrenzt, und die Adresse wird sofort wieder gelistet, wenn das Problem anhält.

Schon die Konfiguration allein kann einen CSS-Eintrag auslösen. Die CSS-Seite von Spamhaus nennt HELO und Reverse-DNS: Der PTR-Eintrag sollte existieren und den Hostnamen nennen, den der Server verwendet, die Vorwärtsauflösung sollte zum HELO-Namen passen, und HELO/EHLO sollte ein vollqualifizierter Domainname sein, nicht localhost.localdomain oder mail. Ein Load Balancer vor den Mailservern kann die öffentliche Adresse außerdem infiziert aussehen lassen.

PBL: keine Strafe, also ändern Sie, wie Sie senden

Die PBL listet Endkunden-Adressbereiche, dynamische wie statische, "von denen aus E-Mail nie direkt an das endgültige Ziel gesendet werden sollte". Viele dieser Bereiche tragen Provider selbst ein, und laut Spamhaus sind die Adressen "nicht unbedingt schlecht". Eine Heim-Breitbandadresse auf der PBL ist normal.

Wenn ein PBL-Eintrag Ihre Mail abweist, besteht die Lösung meist darin, die Art des Versands zu ändern, nicht den Eintrag zu löschen:

  • Senden Sie über den Postausgangsserver Ihres Providers oder E-Mail-Anbieters (einen Smarthost), statt direkt an die Server der Empfänger auszuliefern.
  • Aktivieren Sie SMTP-Authentifizierung und nutzen Sie die Submission-Ports 587 oder 465, nicht 25.
  • Nur wenn Sie wirklich einen Mailserver an dieser Adresse betreiben und die Richtlinie Ihres Providers das erlaubt, beantragen Sie bei check.spamhaus.org eine Ausnahme. Eine Ausnahme für eine einzelne IP gilt ein Jahr (Provider können einen kürzeren Zeitraum festlegen) und wird aufgehoben, wenn von der Adresse Spam kommt.

DBL: eine Domain delisten

Die DBL listet Domains, nie IP-Adressen. Fragen Sie die Domain im Checker ab und folgen Sie seinen Anweisungen; die DBL-Seite von Spamhaus nennt ihn den einzigen Ort, an dem DBL-Entfernungen bearbeitet werden. Genehmigte Anträge sind meist nach wenigen Minuten sichtbar, manche Systeme brauchen bis zu 24 Stunden, und ein Eintrag, der nach einem Tag noch da ist, ist eine Nachricht an Spamhaus wert. Einträge laufen außerdem ab, sobald die Aktivität aufhört.

Wurde die Website gehackt (etwa eine WordPress-Installation, die Phishing-Seiten ausliefert), bereinigen Sie sie zuerst und ändern alle Passwörter: Eine Domain, die den Inhalt weiter ausliefert, wird erneut gelistet. Das Formular garantiert keine Entfernung, und Spamhaus kann Nutzer sperren, die übermäßig oft Entfernungen beantragen.

Das zuerst beheben, damit der Eintrag nicht zurückkommt

Das Delisten bekämpft nur das Symptom. Das sind die Ursachen, die eine Adresse wieder auf die Liste bringen, ungefähr in der Reihenfolge, in der Sie sie prüfen sollten:

PrüfpunktSo sieht es richtig ausTesten mit
Infiziertes Gerät oder gekaperte AppNur Ihr Mailserver verbindet sich auf Port 25 nach außen; keine unbekannten Proxy- oder VPN-Appsnetstat oder TCPView, ein Malware-Scan
Open Relay oder gestohlene SMTP-ZugangsdatenDer Server leitet nur für authentifizierte Nutzer weiter; Passwörter nach jedem Datenleck geändert; 2FA für Admin-KontenRelay-Einstellungen und Logs Ihres Mailservers
Reverse-DNS (PTR) und FCrDNSDer PTR der IP nennt einen Host, der wieder auf dieselbe IP auflöst und zum HELO-Namen passtReverse-DNS-Abfrage
SPF, DKIM und DMARCSPF oder DKIM für jede sendende Domain; alle drei, wenn Sie täglich 5.000+ Nachrichten an Gmail sendenSPF-Checker, DMARC-Checker
MX-Hosts und HELO-NameDer HELO-Name ist ein echter, auflösbarer Hostname; Ihre MX-Hosts sind nirgends gelistetMX-Abfrage
Volumen und ListenpflegeNur Opt-in-Listen, Bounces entfernt, Spam-Beschwerden unter 0,3 % (Googles Grenze)Google Postmaster Tools, Berichte Ihres Versanddienstes

Keiner der oben genannten Listungsgründe von Spamhaus ist ein fehlender SPF- oder DMARC-Eintrag, ein veröffentlichter Eintrag hebt also keine Listung auf. Empfänger prüfen sie aber bei jeder Nachricht: Googles Richtlinien für Absender verlangen von jedem Absender SPF oder DKIM sowie gültiges Forward- und Reverse-DNS, und von allen, die täglich 5.000 oder mehr Nachrichten an Gmail senden, SPF, DKIM und DMARC. Absendern auf einer geteilten IP raten sie außerdem sicherzustellen, dass die IP auf keiner Blockliste steht.

Richten Sie einen neuen Mailanbieter ein? Unsere Anleitung zu Titan Email führt Schritt für Schritt durch seine MX-, SPF- und DKIM-Einträge.

Warum 8.8.8.8 und 1.1.1.1 Spamhaus nicht prüfen können (unser Test)

Viele Blacklist-Checker, Skripte und sogar Mailserver fragen Spamhaus über einen großen öffentlichen Resolver ab. Spamhaus blockiert das, weil öffentliche Resolver verbergen, wer fragt. In einem Beitrag von 2018 schrieb Spamhaus, ein einzelner öffentlicher Resolver, wohl der beliebteste, schicke ihm etwa zwei Milliarden Abfragen pro Tag, rund 20 % aller seiner Abfragen. Öffentliche Resolver bekommen deshalb statt der Daten einen Fehlercode oder eine leere "nicht gelistet"-Antwort.

Test von DNS Robot am 26. Oktober 2026 (aus Indien): Wir haben sieben Resolver-Adressen je fünfmal nach den dokumentierten Testeinträgen von Spamhaus gefragt. 2.0.0.127.zen.spamhaus.org ist die Testadresse 127.0.0.2 rückwärts geschrieben und muss mit 127.0.0.2, 127.0.0.4 und 127.0.0.10 antworten. dbltest.com.dbl.spamhaus.org muss mit 127.0.1.2 antworten. Beides sind von Spamhaus veröffentlichte Testeinträge, keine echte Adresse und keine echte Domain.

Test von DNS Robot am 26. Oktober 2026 von einem Jio-Heimanschluss in Indien: 5 Abfragen pro Resolver-Adresse und Testeintrag.
Resolver2.0.0.127.zen (erwartet 127.0.0.2, .4, .10)dbltest.com.dbl (erwartet 127.0.1.2)Bedeutung
Google 8.8.8.8 / 8.8.4.4NXDOMAIN in 9 von 10 Fällen, einmal korrektNXDOMAIN in 9 von 10 Fällen, einmal korrektEin falsches "nicht gelistet"
Cloudflare 1.1.1.1 / 1.0.0.1127.255.255.254, 10 von 10127.255.255.254, 10 von 10Abgelehnt: Abfrage über öffentlichen/offenen Resolver
Quad9 9.9.9.9Korrekt, 5 von 5Korrekt, 5 von 5Von unserer Verbindung aus beantwortet
OpenDNS 208.67.222.222Korrekt, 5 von 5Korrekt, 5 von 5Von unserer Verbindung aus beantwortet
Resolver unseres Providers (Jio-Heimrouter)Korrekt, 5 von 5Korrekt, 5 von 5Beantwortet: der Resolver eines Providers, kein öffentlicher
Dieselben Abfragen, wie dig sie anzeigt
# Cloudflare: refused, and the TXT record says why
$ dig @1.1.1.1 2.0.0.127.zen.spamhaus.org +short
127.255.255.254
$ dig @1.1.1.1 2.0.0.127.zen.spamhaus.org TXT +short
"Error: open resolver; https://check.spamhaus.org/returnc/pub/2400:cb00:222:1024::a29e:c644/"

# Google: NXDOMAIN, which looks exactly like "not listed"
$ dig @8.8.8.8 2.0.0.127.zen.spamhaus.org
;; ->>HEADER<<- opcode: QUERY, status: NXDOMAIN
zen.spamhaus.org. 10 IN SOA need.to.know.only. hostmaster.spamhaus.org. ...

# Our ISP's resolver, through the home router: the real answer
$ dig 2.0.0.127.zen.spamhaus.org TXT +short
"Listed by PBL, see https://check.spamhaus.org/query/ip/127.0.0.2"
"Listed by XBL, see https://check.spamhaus.org/query/ip/127.0.0.2"
"Listed by SBL, see https://check.spamhaus.org/sbl/query/SBL2"

Googles Antwort ist die gefährliche. NXDOMAIN ist genau das, was eine saubere Adresse zurückgibt. Ein Checker oder Spamfilter, der über 8.8.8.8 fragt, meldet daher "nicht gelistet" für Adressen, die Spamhaus sehr wohl listet. Spamhaus warnt selbst davor: Über Google Public DNS erhalten Sie "in most cases" eine Nicht-gelistet-Antwort. Die Antwort enthält sogar einen Hinweis: Der mitgelieferte SOA-Eintrag nennt seinen Server need.to.know.only.

Cloudflares Antwort ist wenigstens ehrlich. 127.255.255.254 liegt im Fehlerbereich von Spamhaus, und über 1.1.1.1 bekam sogar die nicht gelistete Testadresse 1.0.0.127 diesen Wert. Das Risiko liegt auf der anderen Seite: Laut Spamhaus lehnen manche Mailserver irrtümlich alle Mail ab, wenn sie einen 127.255.255.x-Code sehen. Quad9 und OpenDNS antworteten von unserer Verbindung aus korrekt, das kann sich aber ohne Vorankündigung ändern: Spamhaus nennt beide, zusammen mit Google und Cloudflare, wenn es davor warnt, über öffentliche DNS-Dienste abzufragen. Seine Fair-Use-Bedingungen verlangen Abfragen von einem Resolver im eigenen Netzwerk oder von einem öffentlichen Resolver, der EDNS Client Subnet unterstützt.

Spamhaus-Rückgabecodes: Was jede Antwort bedeutet

Spamhaus dokumentiert jeden Code, den seine Zonen zurückgeben. Alles in 127.255.255.0/24 ist ein Fehler, nie eine Listung, und eine Antwort außerhalb von 127.0.0.0/8 bedeutet, dass etwas Ihr DNS manipuliert (etwa ein Provider, der unbekannte Namen auf eine Suchseite umleitet): Spamhaus sagt, Sie sollen sie ignorieren.

Codes aus der DNSBL-Nutzungs-FAQ und der DBL-Seite von Spamhaus (26. Oktober 2026); letzte Spalte aus dem Test von DNS Robot am selben Tag.
AntwortListeBedeutungIn unserem Test gesehen
127.0.0.2SBLSpamhaus-SBL-DatenJa (2.0.0.127)
127.0.0.3SBLCSS-DatenJa (3.0.0.127)
127.0.0.4XBLExploits-Daten (die frühere CBL)Ja (2.0.0.127)
127.0.0.9SBLDROP-Daten, zusammen mit 127.0.0.2 zurückgegebenNicht getestet
127.0.0.10PBLVom Provider gelistetJa (2.0.0.127)
127.0.0.11PBLVon Spamhaus gelistetNicht getestet
127.0.1.2DBLSpam-DomainJa (dbltest.com)
127.0.1.4, .5, .6DBLPhishing-, Malware-, Botnet-C&C-DomainNicht getestet
127.0.1.102 bis .106DBLGehackte oder missbrauchte legitime DomainNicht getestet
127.0.1.255DBLIP-Abfragen verboten (eine IP an die Domainliste geschickt)Ja
127.255.255.252AlleTippfehler im DNSBL-NamenJa (2.0.0.127.spamhaus.org)
127.255.255.254AlleAbfrage über öffentlichen/offenen ResolverJa (Cloudflare)
127.255.255.255AlleZu viele AbfragenNicht getestet
NXDOMAINAlleNicht gelistet, sofern Ihr Resolver fragen darfJa (1.0.0.127 und Google)

So fragen Sie Spamhaus richtig ab: eigener Resolver oder DQS

Spamhaus empfiehlt, von den eigenen DNS-Servern abzufragen: ein rekursiver Resolver in Ihrem Netzwerk, etwa Unbound, BIND oder Knot Resolver auf oder neben dem Mailserver, mit einem korrekten Hostnamen, der Sie identifiziert. Die Fair-Use-Richtlinie für DNSBL beschränkt die kostenlosen öffentlichen Server auf die nicht kommerzielle Nutzung durch kleine und mittlere Organisationen und akzeptiert keine Abfragen aus großen Shared-Hosting-Umgebungen.

Wo das nicht möglich ist, registrieren Sie sich für einen kostenlosen Data-Query-Service-(DQS)-Schlüssel. Spamhaus gibt ihn an nicht kommerzielle Nutzer und Privatpersonen mit geringem Abfragevolumen; kommerzielle Nutzer, Provider, kommerzielle Spamfilter und alle mit mehr Datenverkehr brauchen ein kostenpflichtiges Abonnement. Mit einem Schlüssel ziehen die Abfragen in die .net-Zonen von Spamhaus um, und laut dem Migrationsleitfaden von Spamhaus ist das der Weg, wenn Sie weiter einen öffentlichen Resolver nutzen wollen:

Dieselbe Testabfrage: öffentlicher Mirror und DQS im Vergleich
# Free public mirror: ask from your own resolver
2.0.0.127.zen.spamhaus.org

# DQS: your key goes in front of the zone, and .org becomes .net
2.0.0.127.<your-query-key>.zen.dq.spamhaus.net

Prüfen Sie auch die übrigen Blocklisten

Spamhaus ist nur eine Liste. Der kostenlose IP-Blacklist-Checker von DNS Robot fragt 28 weitere aktive Blocklisten zur IP-Adresse oder Domain Ihres Mailservers ab, kennzeichnet Listen, die nicht geantwortet haben, und verlinkt für die Spamhaus-Zeile auf den Checker von Spamhaus.

Quellen

  1. DNSBL-Nutzungs-FAQ: Rückgabecodes, Testeinträge und öffentliche Resolver, Spamhaus
  2. Good-bye, Blocklist Removal Center. Hello, IP & Domain Reputation Checker, Spamhaus
  3. Migration von den Spamhaus Legacy Public Mirrors zu Blocklists via DNS Query (DQS), Spamhaus Technology

Häufig gestellte Fragen

Wie prüfe ich, ob meine IP bei Spamhaus auf der Blacklist steht?

Geben Sie die IP-Adresse bei check.spamhaus.org ein, dem "IP and Domain Reputation Checker" von Spamhaus. Er zeigt, welche Liste die Adresse führt, warum und wie man sie entfernt. Verlassen Sie sich nicht auf Abfragen über 8.8.8.8 oder 1.1.1.1: Spamhaus beantwortet diese mit "nicht gelistet" oder einem Fehlercode.

Warum blockiert Spamhaus meine IP?

Das hängt von der Liste ab. XBL heißt, ein Gerät hinter der Adresse ist infiziert oder wird missbraucht, CSS, dass der Server Mail mit schlechtem Ruf gesendet hat oder falsch konfiguriert ist, SBL, dass die Adresse einem Spam-Betrieb zugeordnet wird, und PBL, dass es eine Privat- oder Endkundenadresse ist, die nicht direkt Mail senden soll.

Wie entferne ich meine IP bei Spamhaus?

Beheben Sie erst die Ursache und nutzen Sie dann bei einem XBL-, CSS- oder PBL-Eintrag die Entfernungsoption bei check.spamhaus.org. Ein SBL-Eintrag kann nur auf Antrag des Providers oder Hosters entfernt werden, der für die Adresse zuständig ist, öffnen Sie also ein Ticket bei dessen Abuse-Team.

Wie lange dauert die Entfernung bei Spamhaus?

Genehmigte Entfernungen sind meist nach wenigen Minuten sichtbar, aber nicht jedes Netzwerk synchronisiert gleich schnell, weshalb Spamhaus bittet, 24 Stunden abzuwarten. CSS-Einträge laufen außerdem etwa drei Tage nach der letzten Erkennung ab, XBL-Einträge einige Zeit nach dem Ende des schädlichen Datenverkehrs.

Verlangt Spamhaus Geld fürs Delisten?

Nein. Laut Spamhaus gibt es nie eine Gebühr für das Entfernen eines Eintrags, und jedes Angebot, einen Eintrag gegen Geld zu entfernen, ist Betrug.

Was ist die Spamhaus PBL, und sollte ich meine IP dort entfernen?

Die PBL listet Privat- und andere Endkundenadressen, die nicht direkt an andere Server ausliefern sollen; sie ist keine Spam-Anschuldigung. Beantragen Sie nur dann eine Ausnahme, wenn Sie wirklich einen Mailserver an dieser Adresse betreiben. Senden Sie sonst über den SMTP-Server Ihres Providers auf Port 587 oder 465.

Was ist Spamhaus ZEN?

ZEN (zen.spamhaus.org) fasst SBL, CSS, XBL und PBL in einer DNS-Zone zusammen, ein Mailserver braucht also eine Abfrage statt vier. Jede Liste behält ihren eigenen Antwortcode, von 127.0.0.2 bis 127.0.0.11.

Was bedeutet 127.255.255.254 bei einer Spamhaus-Abfrage?

Es ist der Fehlercode von Spamhaus für eine Abfrage über einen öffentlichen oder offenen Resolver, in unserem Test etwa Cloudflares 1.1.1.1. Er bedeutet nie, dass die Adresse gelistet ist: Fragen Sie erneut vom Resolver Ihres eigenen Netzwerks oder mit einem kostenlosen DQS-Schlüssel.

Warum sagt ein Blacklist-Checker, ich sei nicht bei Spamhaus, obwohl meine Mail abgewiesen wird?

Oft, weil er über Google Public DNS gefragt hat, das für Spamhaus' eigene Testeinträge in 18 von unseren 20 Abfragen NXDOMAIN ("nicht gelistet") lieferte; manche Checker fragen Spamhaus gar nicht ab. Prüfen Sie die Adresse stattdessen bei check.spamhaus.org.

Wie bekomme ich meine Domain von der Spamhaus DBL?

Beseitigen Sie, was die Listung ausgelöst hat, etwa eine gehackte Website oder einen Spam-Link, fragen Sie die Domain dann bei check.spamhaus.org ab und folgen Sie den Hinweisen zur Entfernung. Genehmigte DBL-Entfernungen sind meist nach wenigen Minuten sichtbar.

Über den Autor

Shaik Vahid

Gründer von DNS Robot. Vahid hat jahrelang im Webhosting-Support Domains, DNS-Einträge, SSL-Zertifikate und E-Mail-Zustellung für Kunden in Ordnung gebracht. Er entwickelt die Tools von DNS Robot und schreibt diese Anleitungen über die Fehler, die Menschen wirklich sehen.

IP-Blacklist-Check

Prüfen, ob eine IP-Adresse auf Spam- oder Malware-Blacklists steht